Open Space

Let’s meet in Open Space!*

Konferenz? Tagung? Da denkt man an Vorträge mit endlosen Folien, ewigem Sitzen, an Podiumsdiskussionen, die “Schlauere” vorne auf der Bühne führen und dahindämmernde Teilnehmerschaften.

Völlig anders bei Open Space! Die gesamte Arbeits- und Zeitplanung entwickeln die TeilnehmerInnen in den ersten 1 ½ Stunden selbst. Dann folgen alle dem, was für sie interessant und wichtig ist!

Wie kommt diese Struktur zustande? Nach einer knappen Einführung in die Grundsätze des Open Space haben alle, die es wollen, die Möglichkeit, ihre Anliegen zu nennen: Etwas, das auf den Nägeln brennt, am Herzen liegt, wofür Bereitschaft besteht, Verantwortung zu übernehmen und an dem mit anderen gearbeitet werden soll.

Wenn die Anliegen an der Wand hängen und Zeiten und Arbeitsräume feststehen, tragen sich alle dort ein, wo sie mitdiskutieren wollen. Danach beginnen die Gruppen selbstorganisiert zu arbeiten. Sie teilen sich ihre Arbeitszeit und Pausen in dem vorgegebenen Rahmen selbst ein.

Jede Gruppe fasst ihre Ergebnisse, Empfehlungen und Verabredungen selbst zusammen und veröffentlicht diese für alle anderen an der “Nachrichtenwand”.

Vor Schluss des Open Space bekommen alle eine fertige Dokumentation der Arbeitsgruppenergebnisse in die Hand.

Im Gegensatz zu den oben erwähnten und zigmal erlebten Konferenzen erfahren die Beteiligten an Ort und Stelle, dass es möglich ist und zudem beglückt, selbstverantwortlich zu handeln, wesentliche Aufgabenstellungen zu erörtern, Führung gemeinsam auszuüben, mit Unterschieden wertschätzend und ressourcenorientiert umzugehen und Handlungspläne zu erarbeiten und zu verabreden. Die Motivation, selbstorganisiert und selbstgesteuert anzupacken wird von der im Open Space entstehenden Synergie getragen und wandert in das alltägliche Arbeitsleben ein.

Open Space wirkt fort: In den Köpfen, in den Handlungen am Arbeitsplatz, im Stadtteil, in Unternehmensleitungen, im öffentlichen Leben, im gesellschaftlichen Diskurs, in der täglichen Meinungsbildung …

Teilnehmerzahl: 15 bis 1.000 + Menschen
Dauer: 1/2 bis 3 Tage

* Quelle: Michael Pannwitz 1999

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