Nachhaltigkeit in der Bildung

Über informelle, kooperative und kollektive Lehr-/Lern- und Arbeitsmethoden möchten wir das Thema Nachhaltigkeit in Bildungsinstitutionen innerhalb der nächsten drei Jahren nachhaltig verankern, Menschen für dieses komplexe Thema begeistern und den öffentlichen Diskurs, Austausch von Gedanken, Ideen, Trends und Handlungsmöglichkeiten auf professioneller Ebene vorantreiben.

Es ist möglich, neue, bessere Routinen zu entwickeln, es gibt unzählige gute Ansatzpunkte für Veränderungen. Lassen Sie uns beginnen!

In unserem Forschungs- und Entwicklungsprojekt sammeln wir Informationen, die die Bildungsarbeit strukturell nachhaltiger machen und Arbeitsprozesse verbessern. Wir dokumentieren unsere eigenen Erfahrungen auf diesem Weg hin zu einer nachhaltigeren Bildung und stellen sie Ihnen zur Verfügung (klicken Sie rechts oben in der Kategorienwolke auf „Nachhaltigkeit“ um alle bisherigen Hinweise zu sehen). Unsere Erfahrungen und Erkenntnisse mit Ihnen zu teilen, ist unser Beitrag  im Rahmen der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)“.

Hier finden Sie mehr Informationen zur UN-Dekade: http://www.bne-portal.de/coremedia/generator/unesco/de/02__UN-Dekade_20BNE/02__UN__Dekade__Deutschland/Die_20UN-Dekade_20in_20Deutschland.html

Hier erfahren Sie mehr über Bildung für nachhaltige Entwicklung: Hintergrundinformationen BNE

In unserem Forschungs- und Entwicklungsprojekt

  • sammeln wir Informationen, die unsere Bildungsarbeit strukturell nachhaltiger machen (z.B. über ökologische Druckereien, Ökostromanbieter etc.), die wir der interessierten Öffentlichkeit gern in unseren regelmäig erscheinenden Newslettern zur Verfügung stellen.
  • befragen wir Menschen zu ihrem Verständnis von Nachhaltigkeit, um das Nachdenken und Diskutieren über dieses komplexe Thema zu unterstützen.
  • entwicklen wir ein E-Book mit unseren wichtigsten Erkenntnissen und Ergebnissen.
  • informieren wir Sie über ein Blog über interessante Veranstaltungen und Projekte.
  • dokumentieren wir Aktivitäten von Bildungsanbietern, die sich mit Bildung für nachhaltige Entwicklung beschäftigen.
  • bauen wir Kooperationen und Netzwerke mit Interessierten aus allen Bildungsbereichen auf: aus Kindergärten, Schulen und der Fort-/Weiterbildung. Nehmen Sie gern Konkat auf: bluemcke@perspektiv-wechsel.de

Aus diesem Projekt heraus wurde im Sommer 2011 in Florenz das Global Network on Sustainability and Education gegründet, dem sich bereits Menschen und Institutionen aus 8 Ländern angeschlossen haben: Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Italien, Rumänien, Russland und USA. Wenn Sie Interesse an einem internationalen Austausch mit Bildungspraktikern – aus Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Weiterbildungsinstitutionen – haben, besuchen Sie uns doch einmal unter http://gnse.wordpress.com. Oder besser noch: Teilen auch Sie Ihre Ideen / Erfahrungen / Materialien etc. mit anderen Engagierten. Sie sind herzlich eingeladen in unser Netzwerk! Nehmen Sie einfach Kontakt zu einem der NetzwerkpartnerInnen auf – z.B. unter bluemcke@perspektiv-wechsel.de !

Im Juni 2012 wird das Global Network on Sustainability and Education  bei der Future of Education-Konferenz in Florenz vorgestellt. Hier finden Sie den Artikel: full paper_GNSE

Im Herbst 2011 haben  wir zusammen mit Partnern aus Italien, der Türkei und Lithauen ein neues europäisches Bildungsprojekt gestartet: „Peer Reviews – Increasing Sustainable Development of Quality“. Hier werden wir transnationale Peer Reviews dazu nutzen, die Bildungsqualität europaweit nachhaltiger zu gestalten.

Für den Herbst 2012 wurde ein Europäisches Partnerschaftsprojekt beantragt, an dem sich neben PERSPEKTIVwechsel unterschiedlichste Bildungsinstitutionen aus Belgien, Finland, Großbritannien und Polen beteiligen: Sustainable Quality in VET. Wir freuen uns schon sehr auf die Arbeit an den „Nachhaltigkeits-Prüfsteinen“ und halten Sie auf dem Projektblog über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden: http://pwsustainvet.wordpress.com

Aber auch ganz praktisch haben wir uns bei PERSPEKTIVwechsel auf den Weg gemacht, mehr Nachhaltigkeit zu leben. Die ersten Schritte sind getan und weitere folgen:

Beispielsweise der Wechsel zu einem Ökostromanbieter, die Beauftragung einer ökologischen Druckerei, welche ressourcenschonende Druckerzeugnisse fertigt, aber auch die Verbesserung des Ablagesystems hin zu einer höheren Digitalisierung. Denn auch – oder gerade – die kleinen Schritte zählen. Jeder Einzelne kann Verantwortung tragen und seinen Teil zu diesem Großpojekt beitragen.

Was ist Ihr erster / nächster Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Bildung?

Der Leitfaden_umweltgerecht_Veranstaltungen  enthält vielfältige sofort umsetzbare Planungshilfen und Links wie schon Ihre nächste Veranstaltung umweltfreundlicher gestaltet werden kann.

Wir haben bereits viel verändert. Dabei ist deutlich geworden: Nachhaltigkeit ist ein komplexes Thema, das viel Wissen erfordert, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ein Thema, das uns täglich ebenso mit unseren Überzeugungen wie auch unseren Bequemlichkeiten und Routinen konfrontiert.

Unsere Newsletter:
Newsletter Nachhaltigkeit in der Bildung 1

Newsletter Nachhaltigkeit in der Bildung 2

Unser E-Book zum Thema Nachhaltigkeit ist unter folgendem Link zu sehen:
Nachhaltigkeit in der Bildung

Bausteine für eine nachhaltige Bildungspolitik
2010 gibt der Rat für Nachhaltige Entwicklung  für alle Bildungsbereiche Empfehlungen und beschreibt Bildung für nachhaltige Entwicklung als bildungsstufenübergreifende Herausforderung.

Die Mitteilung der Kommission an das EU-Parlament „Förderung einer nachhaltigen Entwicklung durch die EU-Politik: Überprüfung der EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung 2009“ gibt einen Überblick über die politischen Fortschritte, die auf EU-Ebene inden von der EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung abgedeckten Bereichen erzielt wordensind, sowie Anregungen für weitere Überlegungen und Diskussionen über das Thema nachhaltige Entwicklung. Sie kommt u.a. zu dem Schluss, dass trotz merklicher Bemühungen, Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in die wichtigsten politischen Strategien der EU zu integrieren, unnachhaltige Entwicklungstrends fortbestehen und die EU ihre Anstrengungen weiter verstärken muss:
EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung 2009

Die Europäische Kommission fordert von den europäischen Mitgliedsstaaten bis zum Jahr 2020 die Einführung eines jeweils nationalen Niedrigstenergiestandards für Neubauten und umfassend zu renovierende Gebäude (novellierte „EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden). Bei öffentlichen Gebäuden soll diese Verpflichtung bereits 2018 gelten. Für das Jahr 2012 ist in der Bundesrepublik bereits eine erneute Novellierung der Energieeinsparungsverordnung angekündigt. Die Zeichen stehen auf Energieeffizienz. Der Leitfaden für energieeffiziente Bildungsgebäude informiert umfassend über dieses wichtige Thema.

Links zum ökologischen Fußabdruck

Nachhaltigkeit in 50 Sekunden kommunizieren?
Dieser Herausforderung hat sich das Projekt „Nachhaltiger Filmblick“ gestellt. Entstanden sind pointierte und humorvolle kleine Filme über verschiedene Themen wie Mobilität, Gerechtigkeit und Kinospots zum Thema Nachhaltigkeit: http://www.nachhaltiger-filmblick.de/start.php

Die Literaturempfehlung zum Projekt:
Irmela Bittencourt / Joachim Borner / Albert Heiser (Hrsg.): Nachhaltiger Filmblick. „nachhaltigkeit in 50 sekunden – Kommunikation für die Zukunft“. Ökom-Verlag, München 2003, 193 Seiten mit DVD

Die Bonner Erklärung, 2009 verabschiedet von den Teilnehmern der UNESCO-Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung, ist in acht Sprachen online (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Arabisch, Russisch, Chinesisch und Dänisch).

Die Bonner Erklärung spiegelt die Debatten während der Konferenz wieder und bietet strategische Leitlinien für die zweite Hälfte der UN-Dekade. Sie unterstreicht die hohe Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und ruft dazu auf, gemeinsam mit Dekade-Akteuren weltweit, Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen aller sowie Werte und Einstellungen im Hinblick auf eine gerechtere, faire und zukunftsfähige Welt zu verbessern.

Bonner Erklärung
Bonn_Declaration

Lernen mit Bezug zu eigenen Erfahrungen, zu eigenen Fragen, mit verschiedenen Lernmöglichkeiten, eigenem Tun, Entdecken und Forschen und mit der Ermutigung, eigene Ideen und Vorstellungen darzulegen, einzubringen, «weiterzubringen» und einzuordnen, sich zu orientieren – ermöglicht, dass «mehr bleibt», dass nachhaltiger gelernt wird. Das ist der Kern der aktuellen Forschungsergebnisse von Marco Adamina (Institut Vorschulstufe und Primarstufe der PH Bern) zum Lernen von Schülerinnen und Schülern. Den ganzen Artikel finden Sie hier zum Download: http://www.profi-l.net/sites/profi-l.net/files/2010-01-08.pdf

2 Antworten zu Nachhaltigkeit in der Bildung

  1. Werner Plack schreibt:

    Wer nachhaltiges Lernen erreichen will, sollte sich zunächst klarmachen, wie das Lernen an unseren Schulen tagtäglich abläuft und wie wir es alle aus unserer Schulzeit kennen. Von allen Beteiligten wird das aber schon immer ignoriert, obwohl doch so viele Menschen und die ganze Gesellschaft nachhaltigen Schaden nehmen!
    Prof. Holzkamp erläutert, wie und warum Lehren, Unterrichten in seiner jetzigen Form eine wesentliche Lernbehinderung darstellt :
    http://www.kritische-psychologie.de/texte/kh1991a.html
    Nachhaltiges Lernen geht immer auf das Individuum mit seinen Begabungen und Interessen ein.

  2. Zumwald Rita schreibt:

    Eigenverantwortung zu fördern, scheint mir ein guter Ansatz. Jeder Mensch muss seinen Beitrag am Ganzen erkennen und wahrnehmen können. Nur wenn das Bewusstsein jedes Einzelnen sich soweit entwickelt, kann eine Veränderung stattfinden – hin zu einer friedlicheren, nachhaltigeren Gesellschaft. Ganz im Sinne von:
    „Der Weg, um etwas anzufangen ist: Aufhören zu reden und beginnen zu tun.“
    (Paul Martinelli)
    „Es ist gut, gut zu denken. Es ist göttlich, gut zu handeln.“ (Horace Mann)

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